Hodensack-Straffung
Eine Straffung des Hodensackes (Skrotum), die auch als Skrotumlifting, Hodensackverkleinerung oder Hodensackkorrektur bezeichnet wird, ist ein zunehmend gefragter Eingriff in der modernen männlichen Intimchirurgie. Der Eingriff wird häufig in Kombination mit anderen ästhetisch-funktionellen Operationen durchgeführt und sollte ausschließlich von erfahrenen Fachärzten für plastische und ästhetische Chirurgie mit Spezialisierung auf Intimchirurgie vorgenommen werden.
Wie kommt es zu einer Erschlaffung des Hodensacks?
Der Hodensack ist ein komplexes genitales Gebilde aus Haut, Bindegewebe und Muskulatur, das die Hoden schützt und für eine optimale Temperaturregulation sorgt. Er passt sich durch Kontraktion und Entspannung an äußere Temperaturen an, um die Hodenfunktion zu erhalten.
Mit zunehmendem Alter, genetischer Veranlagung, hormonellen Veränderungen sowie durch Gewichtsveränderungen oder Elastizitätsverlust der Haut kann es zu einer zunehmenden Skrotalerschlaffung kommen. Dabei verliert das Gewebe an Spannkraft, was zu einem abgesunkenen und vergrößerten Hodensack führt.
Welche Auswirkungen hat eine Hodensackerschlaffung?
Ein erschlaffter Hodensack kann zu einem ausgeprägten Haut- und Weichgewebsüberschuss führen. Dieser wirkt häufig faltig, hängend und kann im Extremfall bis unter die Penislänge reichen. Dies beeinflusst sowohl das ästhetische Erscheinungsbild der Intimregion als auch das subjektive Körpergefühl vieler Männer.
Zusätzlich kann es durch Hautreibung zu Schwitzen, Irritationen, Rötungen und in manchen Fällen zu mechanischen Beschwerden beim Sport oder im Alltag kommen.
In einigen Fällen geht die Hauterschlaffung in den Bereich des Penisansatzes über. Dieses sogenannte Penile Webbing (Hodensacksegel) kann dazu führen, dass der Penis optisch verkürzt erscheint. Eine Hodensackstraffung kann diesen Effekt korrigieren und somit auch die Gesamtästhetik der Intimregion verbessern. Daher wird der Eingriff häufig mit einer Penisvergrößerung kombiniert.
Wie wird die Operation durchgeführt?
Eine Hodensackstraffung kann ambulant unter lokaler Betäubung oder in Vollnarkose erfolgen. Bei Kombination mit anderen Eingriffen, beispielsweise einer Penisvergrößerung, kann in bestimmten Fällen eine stationäre Übernachtung sinnvoll sein. Die Operationsdauer beträgt je nach Befund etwa 60 Minuten.
Vor dem Eingriff wird der überschüssige Hautanteil exakt markiert und präzise entfernt. Dabei werden wichtige Gefäß- und Nervenstrukturen geschont, um eine sichere Heilung zu gewährleisten.
Die Operation erfolgt oberflächlich im Hautbereich, ohne Eröffnung der inneren Hodengewebe. Dadurch besteht kein Risiko einer direkten Schädigung der Hoden.
Die Schnittführung erfolgt idealerweise entlang natürlicher Hautlinien des Skrotums, wodurch die spätere Narbe meist unauffällig verheilt. Je nach Befund können zusätzliche Straffungsnähte notwendig sein, um ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen.
Was ist nach der Operation zu beachten?
Nach der Hodensackstraffung sollten körperliche Belastungen, Sport sowie sexuelle Aktivitäten für etwa 3–4 Wochen vermieden werden. Die Heilung verläuft in der Regel unkompliziert. Da selbstauflösende Fäden verwendet werden, ist kein Fadenzug erforderlich.
Kühlung, konsequente Schonung und eine gute Wundhygiene unterstützen den Heilungsprozess zusätzlich.
Skrotox (Skrotum und Botox) Behandlung
Eine zunehmend nachgefragte nicht-operative Alternative ist die Behandlung mit Botulinumtoxin („Skrotox“). Dabei werden geringe Mengen Botox in die Haut und oberflächliche Muskulatur des Hodensacks injiziert, um eine glattere und entspanntere Optik zu erzielen.
Die Behandlung dauert etwa 15 Minuten. Der Effekt setzt innerhalb von wenigen Tagen ein und erreicht sein Maximum nach etwa 10–14 Tagen. Die Haltbarkeit beträgt mehrere Monate.
Dr. Stefan SchillDr. Stefan Schill, Ihr renommierter Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, der sich auf Männer- und Frauen-Intimchirurgie spezialisiert hat.


